Öffentlich › Chronische Lungenerkrankung › Lungenfibrose › 

Lungenfibrose

Unter dem Begriff Lungenfibrose ("Narbenlunge") wird eine Vielzahl verschiedener Krankheitsbilder zusammengefasst. Diese haben gemeinsam, dass sie mit einem Umbau des Lungenbindegewebes - des Interstitiums - einhergehen. Deshalb spricht man auch von interstitiellen Lungenerkrankungen. Hintergrund ist oft eine chronische Entzündung. In deren Folge kommt es zu einer vermehrten Bildung von Bindegewebe. Das vermehrt gebildete Bindegewebe verhärtet und vernarbt dann. Durch diese Umbauprozesse nimmt die Dehnbarkeit der Lunge ab, und der Gasaustausch - also die Aufnahme von Sauerstoff aus der Atemluft ins Blut und die Abgabe von Kohlendioxid - wird behindert. Resultat ist eine Einschränkung der Lungenfunktion, mit folgenden möglichen Symptomen: Trockener Reizhusten, Atemnot - zunächst nur bei Belastung, später auch in Ruhe - und mit Fortschreiten der Lungenfibrose zunehmend Anzeichen einer Sauerstoffunterversorgung. Endstadium der Erkrankung ist die sogenannte Honeycomb Lung, eine praktisch funktionslose Wabenlunge.

Zur Häufigkeit der Lungenfibrose gibt es keine zuverlässigen Daten. Es wird geschätzt, dass in Europa 750.000 Menschen an einer Lungenfibrose erkrankt sind. 

 Eine Lungenfibrose kann viele verschiedene Ursachen haben - von Schadstoffen in der Atemluft, über chronische Infektion und Systemerkrankungen wie der Sarkoidose bis hin zu bestimmten Medikamenten. Doch nur bei etwa der Hälfte der Betroffenen lässt sich die Erkrankung auf einen solchen konkreten Auslöser zurückführen. Bei jedem zweiten Patienten ist die Ursache hingegen nicht bekannt. Man spricht dann von einer Idiopathischen Lungenfibrose (IPF). Auf diese, bislang nicht ursächlich behandelbare Form der Lungenfibrose konzentriert sich die aktuelle Forschung.

(Quelle: adaptiert von www.lungeninformationsdienst.de)

Share:
Facebook Twitter Google Plus Google Bookmarks studiVZ Linkarena Del.icio.us